Aktuelles

Sie wollen auf dem neusten Stand bleiben? Hier informieren wir Sie über Neuigkeiten und über die nächsten Veran­stalt­ungen rund um die Mathildenhöhe. 


24. Juni 2019

Vorstellung der Gutachten zum Platanen­hain mit OB Jochen Partsch und Stadträtin Barbara Akdeniz

24. Juni 2019 um 19 Uhr, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung

Am Montag, den 24. Juni 2019, wird es um 19 Uhr eine Bürger­informations­veranstaltung zur Vorstellung der Gutachten zum Platanen­hain mit Ober­bürger­meister Jochen Partsch sowie Umweltdezernentin Barbara Akdeniz geben.

Die Sanierung des Platanen­hains auf der Mathildenhöhe ist ein bedeutsames Projekt der Wissen­schafts­stadt Darmstadt. Zur Ermittlung der Ursachen für den zum Teil schlechten Zustand und zur Erarbeitung von Sanierungsempfehlungen zur Verbesserung der aktuellen Situation hat die Wissen­schafts­stadt Darmstadt Gutachterbüros beauftragt.

Da der Platanen­hain auch Lebensraum für Tiere ist, wurde ebenfalls ein artenschutzrechtliches Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses soll klären, welche Auswirkungen die notwendige Fällung von Bäumen hat und ob artenschutzrechtlichen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Wegfall von Bäumen zu kompensieren.

Bei der Veranstaltung werden die Ergebnisse des Baum- und Bodengutachtens durch das Sachverständigenbüro für urbane Vegetation (Dr. Markus Streckenbach) in Zusammen­arbeit mit dem Sachverständigenbüro Boden und Baum (Dr. Katharina Weltecke) sowie des artenschutzrechtlichen Gutachtens durch das Büro naturplan (Dr. Karsten Böger) vorgestellt.

Veranstaltungsort ist die Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Olbrichweg 10, 64287 Darmstadt. Die Veranstaltung findet im Foyer im Erdgeschoss statt.


17. Juni 2019

Zwei Straßenbahnen werben für den UNESCO-Welt­erbe­status der Mathildenhöhe

Die Bahnen sind ein Jahr lang im Verkehrsgebiet Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg im Einsatz

In der Region Darmstadt werden für die Dauer eines Jahres zwei Straßenbahnen fahren, die für den Status der Mathildenhöhe als UNESCO-Welt­kultur­erbe werben. Die Kosten für die Finanzierung der rollenden Werbeflächen tragen die Stadt Darmstadt und das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck gemeinsam.

Heute hat die erste der beiden Bahnen das Werksgelände der HEAG mobilo verlassen und sich in den regulären Schienenverkehr eingereiht. Die zweite Straßenbahn wird ab dem 17. Juni zum Einsatz kommen.

"Eine HEAG-Straßenbahn, die für das Welt­erbe Mathildenhöhe wirbt, verbindet in idealer Weise Geschichte und Zukunft der Wissen­schafts­stadt Darmstadt. Die Künstler­­kolonie Mathildenhöhe ist ein großartiges Zeugnis der Innovationskraft dieser Stadt um 1900; die Straßenbahn selbst steht für effiziente, zukunftsorien­tierte und umweltfreundliche urbane Mobilität. Für sein Engagement, beides sinnfällig sichtbar zu machen, ist dem Unternehmen Merck zu danken", sagte Ober­bürger­meister Jochen Partsch.

Mit der Beteiligung an der Finanzierung möchte Merck die Stadt Darmstadt bei der Bewerbung um den Status als UNESCO-Welt­erbe für die Mathildenhöhe unterstützen.  „Wir sind uns des kulturellen Wertes dieses einzigartigen Gebäudeensembles bewusst und wollen durch die ent­sprechend gestalteten Straßenbahnen dazu beitragen, Aufmerk­samkeit für das Bewerbungsanliegen zu erzeugen“, erläutert Matthias Bürk, Standortleiter von Merck in Darmstadt.

Welt­erbe-Straßenbahn fährt ein Jahr durch Darmstadt. Foto: Wissen­schafts­stadt Darmstadt/ Lea Stenger


17. Juni 2019

Schulprojekt „Mathildas Reise“ auf der Mathildenhöhe

Darm­städter Unternehmen ISRA VISION fördert neues Pädagogikprojekt des Institut Mathildenhöhe im Rahmen der UNESCO-Welt­erbe-Bewerbung

Lageplan der Mathildenhöhe aus dem "Welt­erbekoffer" Illustration: Gilberto Acosta

In diesem Monat startet ein neues Gemeinschaftsprojekt, mit dem Schülerinnen und Schüler in Darmstadt und in der Region die herausragende Bedeutung der Mathildenhöhe für die Geschichte der Architektur und des Designs näher kennen lernen
können. Mit Unterstützung des in Darmstadt ansässigen Unternehmens ISRA VISION hat das Institut Mathildenhöhe in Zusammen­arbeit mit der Kunstpädagogin Kerstin Weinberger das neue Vermittlungskonzept entwickelt. In Zukunft werden sich Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in ihren Schulklassen sowie vor Ort auf der Darm­städter „Stadtkrone“ mit der kulturellen Bedeutung der Mathildenhöhe be­schäftigen, die hoffentlich im Sommer 2020 in die UNESCO-Welt­erbe­liste auf­genommen werden wird.

In diesem kindgerechten Projekt begleitet der Schwan „Mathilda“ gemeinsam mit einer pädagogischen Expertin die einzelnen Schulklassen auf deren Entdeckungsreise über die Mathildenhöhe. Die Reise beginnt im Klassenzimmer mit der Öffnung von Mathildas Koffer und der Vorstellung der sich darin befindenden Gegenstände mit Bezug zur Mathildenhöhe. Nach diesem spielerischen Einstieg in das Thema besteht der zweite Teil aus einem Besuch der Mathildenhöhe, wo das Gelernte vor Ort mit einem „Reiseheft“ interaktiv vertieft wird. Gefördert wird der „Welt­erbekoffer“ vom Darm­städter Bildverarbeitungsspezialisten ISRA VISION. Das von CEO Enis Ersü als Spin-off der Tech­nischen Universität Darmstadt gegründete Unternehmen unterstützt regelmäßig kulturelle Projekte in der Region. Das im letzten Jahr neu entwickelte Projekt mit eigens hierfür ent­worfenen und her­gestellten Materialien ist als Initialzündung gedacht für eine dauerhafte Vermittlung des Ensembles der Mathildenhöhe auch nach der Entscheidung der UNESCO im Sommer 2020. „Es ist außer­ordentlich wichtig, dass jede Schülerin und jeder Schüler in Darmstadt von der Bedeutung der Mathildenhöhe erfährt und sich von diesem Wissen auf dem weiteren Lebensweg inspirieren lässt“, sagt Dr. Philipp Gutbrod, Direktor des Institut Mathildenhöhe. Interessierte Schulklassen, die an dem Projekt teilnehmen möchten, können sich ab sofort direkt an das Institut Mathildenhöhe wenden.


13. Mai 2019

Neues Besucher­zentrum im Fokus - Mit Bürgerschaft im Dialog

Zum Tag der Städtebauförderung Aus­stellung über die Ent­wicklung Mathildenhöhe

Am inter­­nationalen Tag der Städtebauförderung am 11. Mai präsent­ierte das Welt­erbebüro der Wissen­schafts­stadt Darmstadt ihre Konzepte und Pläne für eine städte­bau­liche Ent­wicklung auf der Mathildenhöhe. Im neu eröffneten "Konsum Mathildenhöhe" (siehe Bericht auf dieser Seite) konnten interessierte Besucherinnen und Besucher in den Plänen für das neue Besucher­zentrum blättern, Luftbilder vom Ent­wicklungsgebiet bestaunen oder sich von Ludger Hünnekens, Kultur­referent der Wissen­schafts­stadt Darmstadt die Besonder­heiten des neuen Besucher­zentrums am Modell erklären lassen.  

Die Mathildenhöhe wird im Rahmen des Förderprogramm des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ mit 5 Millionen Euro unterstützt. "Dies ist auch eine Anerkennung der Bewerbung Darmstadts zur Aufnahme der Mathildenhöhe in die Welt­erbe-Liste der UNESCO“, so Hünnekens über die Bedeutung dieser Förderung.

Der "Konsum Mathildenhöhe" ist temporäres Besucher­zentrum und künftiger Begegnungsort für Kultur und Stadtentwicklung in der Pützerstraße 6. © Wissen­schafts­stadt Darmstadt/ LH


07. Mai 2019

Temporäres Besucher­zentrum für die Mathildenhöhe eröffnet

Auftakt am 11. Mai zum Tag der Städtebauförderung

Ober­bürger­meister Jochen Partsch mit Kultur­referent Prof. Dr. Ludger Hünnekens bei der Vorstellung des neuen temporäres Besucher­zentrums. © Wissen­schafts­stadt Darmstadt/ Daniel Klose

Ober­bürger­meister Jochen Partsch hat im ehemaligen Konsum des Neufert-Baus, Pützerstraße 6, ein neues, temporäres Besucher­zentrum für die Mathildenhöhe eröffnet. Der Ort soll künftig dazu dienen, die Öffentlichkeit regelmäßig über die Ent­wicklung auf der Mathildenhöhe zu informieren.

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und ebenso unsere Gäste über die Ent­wicklung der Mathildenhöhe auf dem Weg zum Welt­erbe kompetent und umfassend auf dem Laufenden zu halten“, erläuterte der Ober­bürger­meister im Rahmen der Eröffnung. „Der frei gewordene ehemalige Konsum im Neufert-Bau ist hierfür zunächst der optimale Standort, bevor der Neubau eines Besucher­zentrums am Osthang der Mathildenhöhe realisiert sein wird.“

Für die vielen Besucher der Mathildenhöhe, die sich über die Geschichte der ehemaligen Künstler­­kolonie und über die aktuellen Sanierungsmaßnahmen und die zukünftige Ent­wicklung hin zu einem Welt­erbe informieren wollen, fehlt bisher eine zentrale Anlaufstelle. Diese wird künftig das neue Besucher­zentrum auf der Ostseite der Mathildenhöhe  sein,  für das im letzten Jahr ein internationaler Architekturwettbewerb durchgeführt wurde, den das Büro Marte.Marte aus Feldkirchen/Österreich gewonnen hat.
Bis zur Realisierung dieses Baus voraus­sichtlich Ende 2021 hat die Stadt nun in enger Kooperation mit der bauverein AG eine geeignete Zwischenlösung gefunden: der frei gewordene ehemalige Konsum im Neufert-Bau, Pützerstraße 6, zuletzt die Adresse eines Architekturbüros. „Die Lage an der Erich-Ollenhauer-Promenade fußläufig auf halber Strecke zwischen Innenstadt und Mathildenhöhe ist bestens für ein derartiges Vorhaben geeignet, ebenso wie die große Fensterfront des ehemaligen Ladens, der hier wie eine Informationsvitrine fungieren wird“, erläutert der OB weiter. Im ‚Konsum Mathildenhöhe‘, so der Name dieses provisorischen, temporären Besucher­zentrums, werden von nun an zu bestimmten Öffnungszeiten unter­schiedliche Kulturveranstaltungen wie Aus­­stel­lungen, Diskussionsrunden oder Vorträge angeboten, die nicht nur die unmittelbaren Themen der Welt­erbebewerbung betreffen. Der Eigenbetrieb Kulturinstitute der Stadt wird als Mieter des Konsums Mathildenhöhe die dortigen Aktivitäten koordinieren und hierfür in Zusammen­arbeit mit dem Welt­erbebüro, der Darmstadt Marketing GmbH und dem Institut Mathildenhöhe ein Programm entwickeln. Als Kooperationspartner bei den geplanten Veran­stalt­ungen werden die Fachbereiche Architektur und Gestaltung der hiesigen Hoch­schulen mitwirken.

Das erste Projekt, mit dem der Konsum Mathildenhöhe an den Start geht, ist der „Tag der Städtebauförderung“ des Bundesbauministeriums am 11. Mai 2019, bei dem dort eine Aus­stellung zum Architekturwettbewerb des zukünftigen Besucher­zentrums und der städtebau­lichen Ent­wicklung der Mathildenhöhe gezeigt werden wird (Öffnungszeit: 11 bis 18 Uhr).


24. April 2019

Merck begleitet Stadt Darmstadt als offizieller Partner auf dem Weg der Mathildenhöhe zum UNESCO-Welt­erbe

Merck ist sich des universellen Werts der Mathildenhöhe bewusst

Das Darm­städter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck hat am Dienstag (23. April) gemeinsam mit der Stadt Darmstadt eine Sponsoringvereinbarung für die Bewerbung um den UNESCO Welt­erbe-Status der Mathildenhöhe ab­ge­schlossen. Standortleiter Matthias Bürk und Ober­bürger­meister Jochen Partsch unterzeichneten auf der Mathildenhöhe einen ent­sprechenden Vertrag. Laufzeit: Bis zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Entscheidung durch die UNESCO – die Stadt rechnet damit im Sommer 2020. Die Stadt räumt Merck darin das Recht ein, offizieller Partner der Bewerbung um das UNESCO-Welt­kultur­erbe zu sein.

„Uns verbindet vieles“, sagt Matthias Bürk, Standortleiter von Merck in Darmstadt. „Neben einer mehr als 350-jährigen gemeinsamen Geschichte ist Darmstadt nach wie vor unser größter Standort und globale Konzernzentrale.

Innerhalb von zehn Jahren investieren wir hier 2 Milliarden Euro, was ein starkes Bekenntnis zu unserer Heimat­stadt ist. Wir sind hier größter Arbeitgeber und seit mehr als 50 Jahren einer der wichtigsten Förderer von Kunst und Kultur in der Region. Für uns war klar, dass uns auch dieses herausragende kulturelle Projekt mit weltweiter Strahlkraft verbinden wird. Alles, was Darmstadt hilft, hilft auch uns“, unter­streicht Bürk die enge Verbindung. Die Bedeutung und der außer­gewöhnliche universelle Wert des Ortes ist Merck längst bewusst: Schon im vergangenen Jahr überreichte die Familie Merck der Stadt für den Bau des Besucherinformationszentrums auf der Mathildenhöhe anlässlich des 350. Unternehmensjubiläums eine Spende in Höhe von 3,5 Millionen Euro.

„Schon bei ihrer Gründung sollte die Künstler­­kolonie Mathildenhöhe über Darmstadt hinaus in die Welt strahlen. Diesen Gedanken greifen wir nun bei der Bewerbung um die Anerkennung der Mathildenhöhe als Unesco-Welt­erbe auf. Die Wirkungskraft der Kultur beflügelt noch je die Stadt­gesellschaft, deren Teil auch das Weltunternehmen Merck ist. Wenn Merck uns nun bei unseren Anstrengungen unterstützt, kommen zwei Partner mit gleichen Zielen zusammen“, erklärt Ober­bürger­meister Jochen Partsch. „Dafür ist der Firma Merck ausdrücklich zu danken.“

Und auch Philipp Gutbrod, Direktor des Instituts Mathildenhöhe, freut sich über die Unterstützung des größten Darm­städter Unternehmens: „Die Geschichte der Künstler­­kolonie Darmstadt auf der Mathildenhöhe ist geprägt von Groß­­herzog Ernst Ludwigs Idee, Kulturförderung mit Wirtschaftsförderung zu verbinden. Diese Erfolgsgeschichte findet nun einen Widerhall in der Unterstützung der Welt­erbebewerbung durch Darmstadts zentrales Traditionsunternehmen.“
An der historischen Stätte sorgte das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck für einen fulminanten Auftakt der Vertragsunterzeichnung: Eine Drohne flog den Vertrag mitsamt den beiden Hochglanz-Bewerbungsbänden auf die Mathildenhöhe. Entwickelt wurde das rasante Fluggerät, das einem Helikopter mit Flügeln gleicht und das den Rekord als schnellstes unbemanntes Flugobjekt mit schwenkbaren Rotoren hält, von einem Darm­städter Start-up: Wingcopterist, seit 2018 im Innovationzentrum von Merck zuhause. Hier entstehen die Einzelanfertigungen aus Kohlenstofffasern und GlasfaserVerbundwerkstoffen in Handarbeit und dank der Unterstützung von Merck.

Ober­bürger­meister Jochen Partsch (Mitte) bei der Vertragsunterzeichnung mit Standortleiter Matthias Bürk (re.) und Direktor Philipp Gutbrod (Institut Mathildenhöhe). © Wissen­schafts­stadt Darmstadt/ Lea Stenger


26. Februar 2019

Podiums­diskussion Welt­erbe werden! in der Weststadtbar

Das Welt­erbe-Team zu Gast bei Evence

Das Welt­erbe-Expertenteam (v.l.n.r.): Dr. Markus Harzenetter, Johannes Breckner, Prof. Ludger Hünnekens und Philipp Gutbrod

Am 21. Februar fand in der Darm­städter Weststadtbar im Rahmen des Forums EVENCE ein spannender Themenabend "Auf dem Weg zum Welt­erbe" statt.

Was ist überhaupt die Welt­­erbe­liste? Und was meinen die Verantwortlichen, wenn sie davon sprechen, dass die Mathildenhöhe ein „Welt­erbe für kommende Generationen“ sei? Diese und weitere Fragen zum Thema wurden in einer Podiums­diskussion beantwortet.

Die Teilnehmer:

  • Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen
  • Prof. Dr. Ludger Hünnekens, Kultur­referent der Stadt Darmstadt und Projektleiter Ent­wicklung Mathildenhöhe
  • Dr. Philipp Gutbrod, Direktor des Instituts Mathildenhöhe
  • Moderation: Johannes Breckner, Ressortleiter Kultur und Gesell­schaft, Darm­städter Echo

 

 

 


13. Dezember 2018

Neue Erkenntnisse über das Gesamt­­kunstwerk Platanen­hain

Umfangreiche Publikationen über Bernhard Hoetgers Skulpturenpark erschienen

"Wir sind froh und dankbar dafür, mit der Publikation über den Platanen­hain auf der Mathildenhöhe, einen weiteren Baustein unserer aktuellen Bewerbung um die Anerkennung als UNESCO-Welt­erbe beifügen zu können,“ so Jochen Partsch, Ober­bürger­meister der Stadt Darmstadt bei der Vorstellung des neuen Bandes.

„Hier wird ja nicht nur der enorme Aufwand zum Erhalt und zur Vermittlung dieses außer­gewöhnlichen Ensembles dokumentiert", so Partsch weiter, "sondern es ist zugleich ein beglückendes Beispiel dafür, wie effektiv und professionell die Stadt mit dem Land zusammengearbeitet hat und dabei in vorbildlicher Weise von Bürgerinnen und Bürgern in Darmstadt unterstützt wurde. Dies ist zugleich unserer Signal für die Zukunft: Die öffentliche und die private Seite sind sich ihrer Verantwortung um die Denkmäler auf der Mathildenhöhe bewusst, wir werden sie gemeinsam weiter pflegen und alles daran setzen, ihrer universellen Bedeutung gerecht zu werden."

Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen präsent­ierte den neuen Band gestern auf der Mathildenhöhe, in dem das kulturelle Umfeld des Künstlers sowie die Geschichte des Platanen­hains von seinen Anfängen im großherzoglichen Landschafts­park bis zur Gegenwart dokumentiert sind.

Frank Aulbach, Bezirkskonservator im Landesamt für Denkmalpflege Hessen erläuterte die jüngsten Restaurierungsmaßnahmen vor den Originalen und stellte das Restaurierungskonzept vor. Dr. Philipp Gutbrod, Direktor des Instituts Mathildenhöhe, stellte die kulturellen Einflüsse auf die Gestaltungsideen Hoetgers dar.

„Der Platanen­hain mit seinem herausragenden Figurenensemble thema­tisiert  den Kreislauf des Lebens und besticht auf vielfältige Weise durch seine Innovationen: Stilistisch wendet sich Bernhard Hoetger vom Impres­sionis­mus ab und schafft vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein frühes expres­sionis­tisches Werk. Ikonografisch kombiniert er Motive aus der christlichen Bildtradition mit alt­ägyptischen und hinduist­ischen und kreiert einen interkulturellen Ort mit universeller Spiritualität. Materialtechnisch experimentiert er mit Natur- und Kunststein“, erläuterte Harzenetter die Bedeutung des Ensembles. Entscheidend aber seien insbesondere die Impulse, die von dem Ensemble ausgehend die Ent­wicklung hin zur Moderne prägten. Mit über 40 Figuren und Figurengruppen sei der Darm­städter Skulpturenpark das größte in situ erhaltene und zusammenhängende Werk Bernhard Hoetgers. Das einzigartige Ensemble fasziniere durch seinen großen Ideenreichtum und seine stille Atmosphäre.

Der Platanen­hain auf der Mathildenhöhe Darmstadt ist eines der letzten pflanzlichen Relikte des ehemaligen Landschaftsgartens des frühen 19. Jahr­hunderts, aus dem sich die Mathildenhöhe in ihrer heutigen Gestalt entwickelt hat. Groß­­herzog Ernst Ludwig stellte den Landschaftsgarten der Künstler­­kolonie Darmstadt als Gelände für ihre Aus­­stel­lungen zur Verfügung. 1911 berief der Groß­­herzog den Bildhauer Bernhard Hoetger nach Darmstadt und beauftragte ihn mit der künstler­ischen Aus­gestaltung des Platanen­hains für die Aus­stellung der Künstler­­kolonie im Jahr 1914.

In den Jahren von 2011–15 erfolgten Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an den Bildwerken des Platanen­hains. Bei der Finanzierung dieser Maßnahme wurde die Wissen­schafts­stadt Darmstadt großzügig durch Spenden von der Bürgerstiftung Darmstadt und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie von Privatpersonen, Vereinen, Firmen und Institutionen unterstützt.

Kurze Zusammenfassung der einzelnen Beiträge

Landesamtes für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.), Bernhard Hoetger auf der Mathildenhöhe Darmstadt – Zur Restaurierung und Kon servierung des Gesamt­­kunstwerks Platanen­hain, Wiesbaden 2018, 19,80 €.


29. November 2018

Neues Besucher­zentrum Mathildenhöhe

Jury kürt Marte.Marte Arch­itekten aus Feldkirch (Österreich) mit WES-Landschaftsarchitektur, Hamburg, zum Sieger

Ober­bürger­meister Jochen Partsch (1.v.l.) und Kultur­referent Ludger Hünnekens (1.v.r.) stellen die Siegerentwürfe vor. Foto: Nikolaus Heiss

Das Ergebnis des europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs für das Besucher­zentrum und die städte­bau­liche Ent­wicklung der Mathildenhöhe wurde jetzt von Ober­bürger­meister Jochen Partsch vorgestellt. Mit dem ersten Preis wurde das Planungsteam aus Marte.Marte Arch­itekten, Feldkirch, und WES-Landschaftsarchitektur, Hamburg, bedacht. Rang zwei belegt die Bewerbergemeinschaft Max Dudler, Berlin, mit Landschaftsarchitekt Planorama, Berlin. Darüber hinaus wurden noch zwei Anerkennungen vergeben an das Darm­städter Büro Kramm und Strigl mit Rabsilber und Heckmann Landschaftsarchitekten, Wiesbaden, sowie Bruno Fioretti Marquez Arch­itekten, Berlin, mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin. Alle Wettbewerbsbeiträge sind ab sofort und bis 2. Dezember im Designhaus zu sehen.

„Die Weiter­entwicklung der Mathildenhöhe stellt die Wissen­schafts­stadt Darmstadt vor eine der herausragenden Bauaufgaben dieser Zeit, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Bewerbung um die Anerkennung als Unesco-Welt­erbe“, erklärte Ober­bürger­meister Partsch „Ich bin beeindruckt von der hohen Qualität und der gestalter­ischen Vielfalt der Entwürfe, die der Arch­itektenwettbewerb erbracht hat. In einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre hatte das international besetzte Preisgericht am Ende die herausfordernde Wahl zwischen mehreren sehr guten Entwürfen. Die mit dem ersten Preis gekürte Arbeit des Planungsteams Marte.Marte Arch­itekten mit WES GmbH Landschaftsarchitektur ist eine hervorragende Grundlage für die Realisierung dieses für die Wissen­schafts­stadt Darmstadt und für die Zukunft der nominierten Welt­erbe­stätte Mathildenhöhe wichtigen Infrastrukturprojekts.“  Foto Siegerentwurf

 Kultur­referent Ludger Hünnekens ergänzte: „Es gibt keinen vergleichbaren Ort von universeller Bedeutung für die bauliche Ent­wicklung der Moderne am Beginn des 20. Jahr­hunderts. Im Sommer 2020 entscheidet die Unesco, ob die Mathildenhöhe Welt­erbe wird. Das Besucher­zentrum, das am oberen Teil der Osthangbrache errichtet wird, spielt dabei eine gewichtige Rolle. Wir schaffen dort eine Plattform, um die Besucherinnen und Besucher an diesen besonderen Ort heranzuführen und sie mit Informationen sowie weiterem Service zu versorgen.“

Der europaweit ausgeschriebene Arch­itektenwettbewerb diente dazu, nachhaltige Lösungen für die gestellten Planungsaufgaben zu erhalten. Auf einer fundierten Ausschreibungsunterlage konnte der Wettbewerb mit fachlicher Unterstützung durch das betreuende Büro Bäumle-Arch­itekten und Stadtplaner, Darmstadt, durchgeführt werden. Die Bewerber waren aufgefordert, jeweils Teams aus Arch­itekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten zu bilden. Insgesamt hatten 65 solcher Planungsteams eine Bewerbung eingereicht. 25 Teilnehmer, darunter auch mehrere Bewerbergemeinschaften aus dem europäischen Ausland und aus Darmstadt, wurden ausgewählt; 22 Wettbewerbsbeiträge wurden letztlich eingereicht.

Das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Arno Lederer aus Stuttgart, in Darmstadt bekannt durch die Sanierung des Staatstheaters und die Gestaltung des Georg-Büchner-Platzes, tagte am 22. und 23. November auf der Mathildenhöhe. Neben Ober­bürger­meister Partsch waren in der Jury Vertreter des Bundes, der Stadtpolitik, der Denkmalpflege, der Hochschule Darmstadt, Förderer der Mathildenhöhe und der Stadtverwaltung, beteiligt. Experten aus den Bereichen Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur haben als Fachpreisrichter die Stadt bei der Auswahl der besten Entwürfe unterstützt.

Die Jury hatte eine Vielzahl von Lösungsansätzen mit hohem kreativem Potential zu bewerten. „Die Entwürfe haben gezeigt, dass es mit den Mitteln zeitgenössischer Architektur gelingen kann, dem Anspruch eines Besucher­zentrums an diesem historisch bedeutsamen Ort und der weiteren kulturellen Nutzung in einem Ideenteil gerecht zu werden“, sagte OB Partsch.

„Das Gebäude positioniert sich als eigenständiger Baukörper in seinem städtebau­lichen Umfeld zwischen Park und Platzraum. Das Haus erfüllt sehr gut die Aufgabe eines Durchgangsraums für die Vorbereitung auf das Areal der Mathildenhöhe und ist als ein Ort der Informationsvermittlung klar auszumachen. Es öffnet sich im Eingangsgeschoß konsequent zum Aus­stellunggebäude und nach Nordosten zum historischen Ateliergarten. In Bezug auf seine räumlichen Angebote ist es durch seine offene und vielseitig nutzbare Grundstruktur flexibel und zukunftsfähig“, heißt es in der Begründung des Preisgerichts zum Siegerentwurf aus Vorarlberg.

Die Kosten für das Besucher­zentrum werden nach Angaben von Partsch im „oberen einstelligen Millionenbereich“ liegen und zu großen Teilen durch Fördergelder des Bundes im Rahmen des Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ sowie durch eine großzügige Zuwendung der Familie Merck abgedeckt werden. Mit den Bauarbeiten soll im Jahr 2020 begonnen werden, so dass der Neubau auf dem Areal östlich des Aus­stel­lungs­gebäudes der Mathildenhöhe 2022 eröffnet werden kann. Für die Projektsteuerung ist die Darm­städter Stadtentwicklungs GmbH (DSE) verantwortlich.

Die Aus­stellung aller Wettbewerbsbeiträge ist bis 2. Dezember 2018 im Designhaus, Eugen-Bracht-Weg 6, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.


22. Oktober 2018

„Wie eine Fußballmannschaft“

Mathildenhöhe Darmstadt kids – Welt­erbebewerbung kindgerecht erklärt

Was ist die Mathildenhöhe? Und wie läuft die Bewerbung zum Titel "UNESCO-Welt­erbe" eigentlich ab? In dem neuen Flyer erhalten Mädchen und Jungs viele Infos über die Mathildenhöhe und zum Thema Welt­erbebewerbung. Auch ein Lageplan mit allen wichtigen Gebäuden ist darin enthalten. Dem nächsten Familienausflug oder Kinderausflug auf dem Musenhügel und dem Welt­erbegebiet steht jetzt nichts mehr im Wege.

Der Flyer wird von der Darmstadt Marketing GmbH, unterstützt durch die Bürgerstiftung Darmstadt herausgegeben, und ist im Darmstadt Shop Luisencenter, Luisenplatz 5, kostenlos erhältlich.

 

 


26. September 2018

Welt­erbebewerbung zum completness check bei der UNESCO eingereicht

Zunächst wird Vollständigkeit überprüft

Der hessische Minister Boris Rhein und Darmstadts Ober­bürger­meister Jochen Partsch bei der Unterzeichnung. © Wissen­schafts­stadt Darmstadt / Daniel Klose

Mit der Einreichung der Antrags­unterlagen der Welt­erbe-Nominierung der ‚Mathildenhöhe Darmstadt‘ steigen das Land Hessen und die Wissen­schafts­stadt Darmstadt nach der Aufnahme auf die Tentativliste im Jahr 2014 nun auch offiziell in das internationale Bewerbungsverfahren der UNESCO ein. Die Einreichung  in digitaler Form dient in einem ersten Schritt zunächst der Überprüfung der Vollständigkeit der Unterlagen. Ober­bürger­meister Jochen Partsch und Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein haben das Anschreiben zum Bewerbungssdossiers kürzlich  gemeinsam in Darmstadt unterzeichnet. Im zweiten Schritt werden nach einer Überarbeitung der Unterlagen bis Dezember 2018 das finale Nominierungs­dossier, der Management­plan, eine Foto­dokumentation und andere Unterlagen in Buchform der Kultus­minister­konferenz vorgelegt und von dort über das Auswärtige Amt als offizielle Bewerbung Deutsch­lands 2019 bei der UNESCO in Paris eingereicht.

Ober­bürger­meister Jochen Partsch dazu: „Nach konzentrierter und erfolg­reicher vierjähriger Vorarbeit steigen wir mit dem  Nominierungs­dossier und dem Management­plan nun offiziell in das internationale Verfahren bei der UNESCO um die Welt­erbeaufnahme ein. Seit die Künstler­­kolonie Mathildenhöhe im Jahr 2014 von der Kultus­minister­konferenz auf die nationale Tentativliste gesetzt worden war, haben sich die Stadt Darmstadt und das Land Hessen mit großem Engagement der Ausarbeitung des Antrags zur Aufnahme der Stätte auf die Liste des Welt­erbes der Menschheit gewidmet. Neben der Einbindung internationaler Experten hat vor allem die Aus­richtung der ICOMOS -Deutsch­land Fachtagung  mit internationaler Beteiligung im April 2016 wesentliche Argumente für die Begründung des außergewöhnlich universellen Wertes der Stätte erbracht. Wir sind daher zuversichtlich, dass das wissen­schaftliche Fundament zum Nachweis der weltweiten Einzigartigkeit gegeben ist. Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich allen Beteiligten, insbesondere auch dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen für die geleistete Arbeit und die Unterstützung.“  

Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein: „Die Prüfung auf Vollständigkeit ist jetzt der erste offizielle Schritt im inter­­nationalen Antrags­verfahren der UNESCO. Das Land Hessen und die Stadt Darmstadt hoffen darauf, dass mit der Anerkennung der Mathildenhöhe auch eine zeitliche Lücke in der Welt­­erbe­liste gefüllt werden kann. Die Öffentlichkeit, ebenso wie das breite, internationale Publikum verfolgen die Nominierung der Mathildenhöhe in Darmstadt mit großem Interesse. Die Darm­städter Bevölkerung insbesondere verbindet mit der Mathildenhöhe seit jeher eine besondere, hohe Identifikation. Wir werden uns vor diesem Hintergrund deshalb weiterhin mit großem Einsatz für den Schutz, den Erhalt und die Vermittlung dieses bedeutsamen Gutes einsetzen.“


19. Juni 2018

„Wann sind wir Welt­erbe?“

Infostand des Welt­erbebüro stieß beim Stadtwirtschaftstag auf großes Interesse

Am vergangenen Samstag informierte das Welt­erbeteam Darm­städter Bürgerinnen und Bürgern bei strahlendem Sonnen­schein über die Bewerbung der Mathildenhöhe zum UNESCO Welt­erbe. „Wir waren erstmals mit einem eigenen Stand auf dem Stadtwirtschaftstag vertreten und sind über das große Interesse der Bevölkerung an unserer Bewerbung positiv überrascht“, so Prof. Ludger Hünnekens, Kultur­referent und Leiter des Welt­erbebüros. Auch Dr. Philipp Gutbrod, Direktor des Instituts Mathildenhöhe beantwortete am Welt­erbestand zahlreiche Fragen rund um das Thema "Welt­erbe werden!" Neben fachkundigen Fragen zum Bewerbungsdossier war die häufigste Frage dabei, wann Darmstadt denn die UNESCO-Aus­zeichnung erhält. Aber bis zum möglichen Entscheidungstermin 2020 muss die Stadt noch einige Hürden nehmen.

Falls Sie den Infostand auf dem Marktplatz verpasst haben: Darmstadt Marketing bietet regelmäßig Führungen über die „Mathildenhöhe - auf dem Weg zum UNESCO-Welterebe“ an. Aktuelle Termine finden Sie hier

 

Das Team des Welt­erbebüros stellt sich vor (v.l.n.r.): Celine Grieb, Silke Geschka-Rasbieler, Prof. Dr. Ludger Hünnekens, Renate Schäfer-Weis. Foto: Welt­erbebüro